»Zusammenführungsanlage«

Daniel Theiler

Die Arbeit Zusammenführungsanlage von Daniel Theiler ermutigt zum Dialog über die Überwindung der gesellschaftlichen Polarisierung. Bei fast allen Themen und Gedenkanlässen stehen sich Befürworter*innen und Gegner*innen zunehmend unversöhnlich gegenüber. In seiner Arbeit treten Kontrahent*innen durch entsprechende Türen imaginär in einen Illusionsraum ohne Ausgang, an dem sie an einem runden Tisch ihre Differenzen ausräumen können. Der kleine Raum steht auch stellvertretend für unsere Erde und ihre begrenzten Ressourcen: Wenn Menschen unterschiedlicher Couleur in Zukunft friedlich auf ihr koexistieren wollen, müssen sie mehr Miteinander wagen. Dabei kann der im Werk angedeutete Humor helfen.

Teil der Arbeit war auch eine Live-Performance am 13. Februar, 14 Uhr, Prager Straße.

Zusammenführungsanlage

Daniel Theiler ist ein deutsch-türkischer bildender Künstler, Filmemacher und Architekt. Er war Meisterschüler bei Nina Fischer in Kunst und Medien an der UdK Berlin. Studium der Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar bei Danica Dakić und School of the Art Institute of Chicago (Master of Fine Arts) und Architektur an der TU Berlin, ETH Zürich und University of Strathclyde Glasgow (Dipl.-Ing.). Theiler arbeitet in verschiedenen Medien, von Video, Fotografie und Installation bis hin zu öffentlichen Interventionen. Er beschäftigt sich besonders mit den Themen Rekonstruktion und Vision, Status und soziale Integration. Die Frage nach dem Verhältnis von Utopie und sozialer Realität steht dabei im Mittelpunkt. Er lebt und arbeitet in Berlin und Leipzig.

danieltheiler.de

Zusammenführungsanlage

Zusammenführungsanlage ist ein künstlerischer Beitrag von Daniel Theiler auf Einladung von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste im Rahmen der WOD-Plakataktion im Februar 2022

Bildnachweis:
Zusammenführungsanlage, Daniel Theiler

Zusammenführungsanlage